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Petition eingereicht

Die Petition für Tempo 30 auf den Kantonsstrassen in Wintersingen wurde am 12. November bei der Landeskanzlei eingereicht. Lesen Sie hier mehr zu Petition.

 

Leserbriefe

Die Generationenchance nicht verpassen!

Seit ein paar Wochen sind die Vorschläge des Verwaltungsrates zur Sanierung (oder besser: zur Neuorientierung) des Kantonsspitals Baselland (KSBL) bekannt geworden. Die Presse, Landräte und verschiedene andere Personen haben sich dazu geäussert.
Die Faktenlage sieht folgendermassen aus: Die Fusion mit dem Universitätsspital Basel (USB) wurde abgelehnt. Die Fusion der drei Spitäler des KSBL ist noch nicht vollzogen. Das KSBL erzielt die zur Selbstständigkeit notwendige 10-Prozent-Bruttomarge nicht. Die Regierung des Kantons Basel-Landschaft ist bereit, die bisher als Kredit zur Verfügung gestellten 150 Millionen Franken in Kapital (Eigenmittel) umzuwandeln. Regelmässig ist zu vernehmen, dass wichtige Ärzte oder Ärztinnen das KSBL verlassen. Sie machen sich selbstständig oder schliessen sich dem USB oder einem Basler Privatspital an.

Es schien, dass eine der vom Verwaltungsrat des KSBL angedachten Lösungen, der Neubau eines modernen Spitals, diskutiert wurde. Es sollen Kosten von rund 500 Millionen Franken angedacht gewesen sein. Neben dem Neubau sollen auch verschiedene, kleine moderne ambulante Stationen geografisch derart verteilt vorgesehen sein, dass jede im Kanton Baselland wohnende Person innerhalb von 15 Minuten in einem der Ambulatorien gepflegt werden könnte. In Australien gibt es fünf grosse Spitäler, Patienten werden per Flugzeug eingeflogen. Wie komfortabel hätten wir es dagegen im Kanton Baselland!

Es ist zu hoffen, dass der Entscheid, den der Eigentümer, der Kanton Basel-Landschaft, fällen wird, im Lichte einer neutralen Sicht geschieht. Es ist ebenfalls zu hoffen, dass keine Partikularinteressen die vernünftige, generationenübergreifende Lösung eines Neubaus auf der «grünen Wiese» verhindern werden. Es ist zu hoffen, dass die sich gegenseitig konkurrierenden Aufgaben des Eigentümers, des Leistungserbringers, des Regulators und des Zahlers von rund 50 Prozent der Kosten (heute: allesamt der Kanton) sauber getrennt werden.

So wird das «neue KSBL» auch im Vergleich zu Privatspitälern und zum USB attraktiv, die Bevölkerung erhält erstklassige medizinische Betreuung. Die bestehenden Gebäude und das Land des heutigen KSBL erhalten einen ganz anderen wirtschaftlichen Wert.
Die nächste Generation wird uns dankbar sein.

Paul Hofer ehemaliger Landrat, FDP Oberwil

 

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Die Grünen-Unabhängigen arbeiten in Bildungsfragen eng mit dem Komitee Starke Schule beider Basel zusammen.
 

Gefährdete Honigbienen durch Pestizide

Im Kanton Baselland liegt der Bestand von Honigbienen bei ca. 7'000 Völkern, welche von 500 Imker/-innen betreut, gepflegt und wirtschaftlich genutzt werden. Der volkswirtschaftliche Wert beträgt 10.5 Mio. Franken, zusammengesetzt aus dem Honigertrag von 200.- pro Bienenvolk und aus dem Ernteertrag von bestäubten Früchten, Beeren und Gemüse von 1300.-. Hinzu kommt eine sehr hohe ökologische Bedeutung, denn die Honigbienen bestäuben die Blüten der Wildsträucher, deren Beeren wichtige Nahrung für Vögel sind. Die Landwirte sind sich ihrer grossen Verantwortung bewusst und setzten die Pestizide genau nach Vorschriften ein, denn eine gute Ertne hängt von derBestäubung der Bienen ab.

Ganz anders aberverhält sich die Firma IES (Witterswil, SO), welche im hinteren Leimental und im Baselbiet offenen Feldversuche mit Pestiziden durchführt. Sie setzen zwar ihre eigenen Bienenvölker ein, jedoch sind auch die heimischen Bienenvölker in einem Umkreis von 5 km betroffen. So kam es 2014 im Oberbaselbiet zu akuten Vergiftungsfällen mit Totalverlusten von ungefähr 20 Bienenvölkern.

Weil die Firma IES weder Ort noch Zeitpunkt ihrer Versuche ankündigt, haben Imker keine Möglichkeit ihre Bienenvölker zu schützen. Unverständlich ist, dass das Bundesamt für Landwirtschaft der Firma IES eine generelle Bewilligung für offenen Feldversuche ausstellte, ohne die betroffenen Kantone darüber  zu informieren und ohne zu überprüfen, ob die Bewilligungsauflagen erfüllt werden. Kranke und geschwächte Bienenvölker sind die Folge dessen und man vermutet, dass sogar im Honig Pestizidrückstände zu finden sind. Gerade diese Rückstände im Honig sind für Bioimker sehr schlimm, da diese womöglich das Biosiegel verlieren könnten.

Im Oktober 2015 reichten die Grünen-Unabhängigen eine Petition ein, welche eine Rückstandsanalyse im Honig in einem Umkreis von einem Kilometer von den Versuchsfeldern fordert. Dass die Firma IES in der Vergangenheit zwar Nektar und Pollen auf Rückstände untersuchte, nie aber den Honig, ist höchwt fragwürdig und unprofessionell.

In der Landratssitzung vom 14. Januar 2016 wird die Petition behandelt. Stimmt auch der Landrat zu, so muss sich der Regierungsrat diesem Problem annehmen und gegebenfalls die vorhandenen Gesetzeslücken schliessen.

Landrat Jürg Wiedemann (Grüne-Unabhängige) hat in  den letzten Monaten bereits zwei Vorstösse zum Thema Bienen eingereicht. Mehr dazu erfahren Sie hier. Ausserdem wurde von den Grünen-Unabhängigen eine Petition eingereicht, die eine Entschädigung der Imker  zum Ziel hat, welche von rückstandsbelastetem Honig durch Pestizide betroffen waren. Hier können Sie mehr über die Petition erfahren.