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Die Grünen-Unabhängigen arbeiten in Bildungsfragen eng mit dem Komitee Starke Schule Baselland zusammen.
 

Gefährdete Honigbienen durch Pestizide

Im Kanton Baselland liegt der Bestand von Honigbienen bei ca. 7'000 Völkern, welche von 500 Imker/-innen betreut, gepflegt und wirtschaftlich genutzt werden. Der volkswirtschaftliche Wert beträgt 10.5 Mio. Franken, zusammengesetzt aus dem Honigertrag von 200.- pro Bienenvolk und aus dem Ernteertrag von bestäubten Früchten, Beeren und Gemüse von 1300.-. Hinzu kommt eine sehr hohe ökologische Bedeutung, denn die Honigbienen bestäuben die Blüten der Wildsträucher, deren Beeren wichtige Nahrung für Vögel sind. Die Landwirte sind sich ihrer grossen Verantwortung bewusst und setzten die Pestizide genau nach Vorschriften ein, denn eine gute Ertne hängt von derBestäubung der Bienen ab.

Ganz anders aberverhält sich die Firma IES (Witterswil, SO), welche im hinteren Leimental und im Baselbiet offenen Feldversuche mit Pestiziden durchführt. Sie setzen zwar ihre eigenen Bienenvölker ein, jedoch sind auch die heimischen Bienenvölker in einem Umkreis von 5 km betroffen. So kam es 2014 im Oberbaselbiet zu akuten Vergiftungsfällen mit Totalverlusten von ungefähr 20 Bienenvölkern.

Weil die Firma IES weder Ort noch Zeitpunkt ihrer Versuche ankündigt, haben Imker keine Möglichkeit ihre Bienenvölker zu schützen. Unverständlich ist, dass das Bundesamt für Landwirtschaft der Firma IES eine generelle Bewilligung für offenen Feldversuche ausstellte, ohne die betroffenen Kantone darüber  zu informieren und ohne zu überprüfen, ob die Bewilligungsauflagen erfüllt werden. Kranke und geschwächte Bienenvölker sind die Folge dessen und man vermutet, dass sogar im Honig Pestizidrückstände zu finden sind. Gerade diese Rückstände im Honig sind für Bioimker sehr schlimm, da diese womöglich das Biosiegel verlieren könnten.

Im Oktober 2015 reichten die Grünen-Unabhängigen eine Petition ein, welche eine Rückstandsanalyse im Honig in einem Umkreis von einem Kilometer von den Versuchsfeldern fordert. Dass die Firma IES in der Vergangenheit zwar Nektar und Pollen auf Rückstände untersuchte, nie aber den Honig, ist höchwt fragwürdig und unprofessionell.

In der Landratssitzung vom 14. Januar 2016 wird die Petition behandelt. Stimmt auch der Landrat zu, so muss sich der Regierungsrat diesem Problem annehmen und gegebenfalls die vorhandenen Gesetzeslücken schliessen.

Landrat Jürg Wiedemann (Grüne-Unabhängige) hat in  den letzten Monaten bereits zwei Vorstösse zum Thema Bienen eingereicht. Mehr dazu erfahren Sie hier. Ausserdem wurde von den Grünen-Unabhängigen eine Petition eingereicht, die eine Entschädigung der Imker  zum Ziel hat, welche von rückstandsbelastetem Honig durch Pestizide betroffen waren. Hier können Sie mehr über die Petition erfahren.